Fotos von links: privat, Marion Bührle, Berlin

Geb. 1970 in Berlin. Studienbeginn ab 1985 in den Fächern Klavier und Kontrabass am Nürnberger Meistersinger-Konservatorium bereits während der Gymnasialzeit. Ab dem 15. Lebensjahr vielfältige musikalische Aktivitäten großer Bandbreite.

Als Kontrabassist in den Bereichen Kammermusik und konzertanter Jazz:

Musikalisch prägende Impulse vor allem durch den Sinti-Jazz. Ab 1986 frühe musikalische Begegnungen und später gemeinsame Auftritte mit prominenten Sinti-Musikern wie Titi Winterstein, Häns’che Weiss, Lulu Reinhardt und mit Ziroli Winterstein.

Ab dem siebzehnten Lebensjahr – neben Schulbesuch, Studium und Mitwirkung in diversen Jazz-Formationen – Mitglied des international auftretenden Crossover-Trios AVODAH mit dem Baseler Geiger Volker Biesenbender, einem Schüler Yehudi Menuhins, und eines ebenfalls international erfolgreichen Jazz-Duos mit dem Freiburger Akkordeonisten Klaus Bruder.

Mit beiden Ensembles zwischen 1987 und 1990 Aufnahme von je zwei Schallplatten/CDs.

Persönliche Förderung des Trios durch Yehudi Menuhin, u.a. gemeinsamer Fernseh-Liveauftritt in Manchester und Auftritt im Film “Menuhin: A Family Portrait” von Tony Palmer.

Ab 1988 Konzerte beim Yehudi-Menuhin-Festival Gstaad und weiteren internationalen Kammermusikfestivals wie u.a. dem Korsholm-Musikfestival und dem Turku-Musikfestival (Finnland). Zahlreiche Konzertreisen innerhalb Deutschlands und Europas.
Konzerte u.a. in Amsterdam, Basel, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Helsinki, Köln, London und Manchester.

Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen, auch Liveübertragungen im In- und Ausland. Kurzer Auftritt als Ensemblemusiker im Film „Die zweite Heimat“ von Edgar Reitz.

Nach dem Abitur Beendigung aller Tätigkeiten als Kontrabassist bis 1990.

Als Pianist:

Ab 1990 Klavierstudium an der Hochschule für Musik in München in der Klasse von Prof. Michael Schäfer, darüber hinaus bei Prof. Klaus Schilde und Prof. Erich Appel.

Ausbildung als Liedbegleiter in der Liedklasse von Helmut Deutsch in München und in der Meisterklasse für Liedinterpretation von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin.

Umfangreiche solistische Tätigkeit. Mit 24 Jahren auf Einladung von Dietrich Fischer-Dieskau und unter dessen Leitung Konzerte an Stelle Svjatoslav Richters mit dem Stuttgarter Ensemble VARIANTI bei den Schwetzinger Festspielen 1995, weiterhin u.a. in der Stuttgarter Liederhalle, der Kölner Philharmonie und beim Schleswig-Holstein Musik Festival.

Konzerte mit der Staatskapelle Weimar ebenfalls unter Dietrich Fischer-Dieskau im Rahmen der Weimarer Sinfoniekonzerte und mit dem Kammerorchester Schloss Werneck in Zusammenarbeit mit Mikis Theodorakis.

Als Liedbegleiter und Kammermusiker ab 1994 mehrfach Konzerte bei der Schubertiade Feldkirch/Schwarzenberg, außerdem u.a. im Wiener Musikverein, in den Sendesälen des WDR Köln und des SWR Stuttgart, in der Berliner Philharmonie, der Siegerlandhalle, der Nürnberger Meistersingerhalle, im Schloss Ettlingen, bei den Tutzinger Brahmstagen und beim Musikwinter Gschwend.

Konzertreisen ins europäische Ausland und in die USA. Konzerte u.a. in Washington, Los Angeles und beim Festival „mostly modern” in New York.

Kammermusik u.a. mit Heinz Holliger, Oboe, Dirk Altmann, Klarinette, Gaby Pas-van Riet, Flöte, Libor Sima, Fagott, Gunther Teuffel, Viola, den Cellisten Zoltan Cseh und Milos Mlejnik, dem Bamberger Streichquartett und dem Henschel-Quartett.

Liederabende u.a. mit Diana Damrau, Simone Nold, Hans-Georg Ahrens, Christian Elsner und Dietrich Henschel, bei den Schubertiade-Konzerten darüber hinaus auch Zusammenarbeit u.a. mit Stella Doufexis, Ute Döring, Christiane Libor, Christoph Genz und Roman Trekel.

Melodramkonzerte als Klavierpartner von Dietrich Fischer-Dieskau.

Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für den BR, WDR, SWR und den ORF. Liveübertragungen im SWR und WDR sowie auf K-Mozart in Los Angeles.

Mitwirkung bei der Fernsehproduktion „Schubert auf Reisen“ der Schubertiade Feldkirch 1994 für den ORF.

CD-Produktionen als Solist, Liedbegleiter und Kammermusiker bei Arte Nova, SonyBmg esprit, Sony Music, Ars Musici, Neos Classics, Hänssler Classic, Pan Classics und Bridge Records (USA).

Seit 2009 zunehmende Verlagerung des Tätigkeitsschwerpunktes auf die Unterrichts- und Lehrtätigkeit.

Träger des Kulturförderpreises 2000 der Stadt Nürnberg.

Florian Henschel ist Steinway Artist.