Fotos: privat

Konzert des Trios AVODAH mit Volker Biesenbender, Violine, Klaus Bruder, Akkordeon und Florian Henschel, Kontrabass, im Hause von Yehudi Menuhin in Gstaad 1988

Musik-Meditationen vor der Dorfkirche

„… Den Vogel freilich schoß noch ein anderes Trio ab, wenn auch hinter verschlossenen Festspiel­türen. In Menuhins Châlet, für ihn, seine Familie und die Festspiel­stars spielte der in Basel ansässige Geiger Volker Biesenbender mit dem Akkordeonisten Klaus Bruder und dem erst siebzehn­jährigen Kontra­bassisten Florian Henschel, jubelnd gefeiert, Explosiv­musik der herzerquick­endsten Art. Biesenbenders „Trio Avodah“ reißt die Türen zu allen wunder­samen Schreber­gärten der Musik sperrangel­weit auf. Biesenbender, ein phänomenaler Geiger, auch er einst durch die Schule Menuhins gegangen, zog mit Empfehlungen des Meisters auf den musikalischen Indien­trip. Sein Akkordeonist wiederum ist mit Zigeunern musizierend kreuz und quer durch die Lande gezogen. Nun spielen sie mit ihrem Kontra­bassisten aufs virtuoseste Original­folklore von überallher, mischen sie mit Kunst­folklore von Bartok, rücküber­setzen Brahmsens „Ungarische Tänze“ dahin, woher sie kamen: Ins Zigeunerische. Sie fetzen aber auch ein altes Tango-Schlachtroß wie „Jalousie“ derart gelächter­trächtig und raffiniert über die Hürden, daß Menuhin sich darüber schier totlachen wollte, und er stand damit durchaus nicht allein.“
Klaus Geitel | „Die Welt“ Nr. 205 vom 02.09.1988

Konzert des Trios AVODAH mit Volker Biesenbender, Violine, Klaus Bruder, Akkordeon und Florian Henschel, Kontrabass, beim Yehudi-Menuhin-Festival Gstaad 1990:

Urmusikalisch – Biesenbender, Bruder und Henschel mit Violine, Akkordeon und Kontrabass

„… Schwindelnde Akrobatik zeigte Florian Henschel bei den Schluss­nummern in den Jazzrhythmen, in denen er sich als fabel­hafter Solist entpuppte. …“

Martin Müller | Anzeiger von Saanen, Ausgabe Nr. 62 vom 07.08.1990