Konzert mit Dietrich Fischer-Dieskau und dem Ensemble VARIANTI bei den Schwetzinger Festspielen 1995:

Variationen über Hindemith

„… Als Solisten hatte man den jungen Pianisten Florian Henschel mitgebracht, der den Solopart der zweiten „Kammermusik“ übernahm. Mit fein nuancierter Anschlags­kultur und Virtuo­sität faszinierte der junge Künstler. …“

Thomas Rothkegel | Mannheimer Morgen, 20./21.05.1995, Schwetzinger Zeitung, 23.05.1995 (*)

Foto: Marion Bührle, Berlin

Konzert mit Dietrich Fischer-Dieskau und dem Ensemble VARIANTI beim Schleswig-Holstein Musik Festival 1995:

Hommage für den jungen Hindemith

„… An allen vier Werken beteiligt, lieferte der 25jährige Pianist Florian Henschel mit der Kammer­musik Nr.2 für obligates Klavier und 12 Solo-Instrumente op.36/1 sein Meister­stück. Wie selbst­verständlich rasten da irrwitzige Läufe über die Tastatur, ganz in Hindemiths sachlichem Musizier­stil aus dem Handgelenk geschüttelt, beherrscht noch im heftigsten Ausbruch. …“

Wolfgang Butzlaff | Flensburger Tageblatt, 20.07.1995 (*)

Konzert mit Dietrich Fischer-Dieskau und dem Ensemble VARIANTI in der Kölner Philharmonie 1995:

Detailversessen

„… Der Pianist Florian Henschel fügte sich mit seiner beiläufigen, selbst­verständ­lichen Virtuosität hervor­ragend ins Ensemble ein. Vor allem in der „Kammermusik Nr.2“, die zugleich ein Klavier­konzert ist, konnte man technische Souveränität und einen fein nuancierten Anschlag bewundern. …“

Jürgen Ostmann | Kölner Stadt-Anzeiger, 4./5.11.1995 (*)

CD: Robert Schumann – Sonate f-moll op.14 – Urfassung nach dem Autograph von 1836, Florian Henschel, Piano (Ars Musici)

„Mit geradezu animalischem Biss, mit radikalem Furor springt der Berliner Pianist Florian Henschel in die Urfassung von Schumanns „Concert sans Orchestre“ ein. Und die Befürchtung, dass nach der ent­waffnend hoch gehängten Mess­latte eigentlich schnell der tiefe Fall kommen müsste, ist hier absolut unbe­gründet. Henschel hält in dieser Groß­architektur mit den zwei eingefügten Scherzi die epische Gewichtig­keit, das virtuose Demonstrations­vermögen derart ohne Gefährdung, dass selbst die legendäre Horowitz-Aufnahme etwas von ihrer Unerreich­barkeit einbüßt. Zumal Henschel Bewegtheit nicht mit romantischem Schmachten verwechselt. Und welchen Sinn Henschel für koloris­tische Farben und Nuancen außerdem noch besitzt, das lässt sich in den Fantasie­stücken bestaunen. Dank eines substanziellen Atems, der so einfach und doch so erregend sein kann.

Guido FischerPiano News, Heft 3/2002 (*)

Konzert mit Dietrich Fischer-Dieskau, Florian Henschel, Klavier und dem Henschel-Quartett bei den Tutzinger Brahmstagen 2001:

Künstlerisches Ereignis in Wort und Musik

„… Die Rezitation Dietrich Fischer-Dieskaus, am Klavier begleitet von Florian Henschel, wurde zu einem künstlerischen Ereignis. Eindrucks­voller, ergrei­fender und nach­drücklicher lässt sich ein Text nicht gestalten, näher kann das gesproch­ene Wort der Musik wohl nicht kommen. Mit atemloser Spannung lauschte das Publikum den beiden Künstlern. Schumanns Quintett in Es-dur op.44 für Klavier und Streich­quartett setzte dem Abend die Krone auf. Florian Henschel und das Quartett musizierten hinreißend… Keine Sekunde Ermüdung, kein Moment nach­lassender Konzen­tration – und das Publikum ließ sich von dieser Begeis­terung anstecken. Jubelnder Applaus…“

André Krellmann | Süddeutsche Zeitung, 15.10.2001 (*)

Umfassende Kompetenz

„… Zum Abschluss des ersten Konzert­teils dann eine kleine Sensation. Zusammen mit Florian Henschel spielte Dietrich Fischer-Dieskau den Adagio-Satz aus dem ersten Klavier­konzert in Brahms‘ eigener Fassung für Klavier zu vier Händen. …“

André Krellmann | Süddeutsche Zeitung, 15.10.2001 (*)

Konzert mit Dietrich Fischer-Dieskau, Florian Henschel, Klavier und dem Henschel-Quartett bei den Tutzinger Brahmstagen 2001:

Ein Abend konzertanter Wiederauferstehungen

„Tutzing – Kaum eine Freundes­beziehung berühmter Männer ist besser dokumentiert als die von Robert Schumann und Johannes Brahms. Wenn niemand Geringerer als Dietrich Fischer-Dieskau ausgewählte Dokumente zu dieser Freund­schaft mit seiner Sprech­stimme zum Leben erweckt, werden aus staub­bedeckten Bibliotheks­funden anrührende Ereignisse der Gegenwart. Setzt sich dieser unvergleich­liche Botschafter des deutschen Kunstliedes dann am Ende eines solchen Vortrags mit dem Pianisten, der sein Schüler als Lied­begleiter war, an den Flügel, wo sie gemeinsam die vierhändige Fassung eines Adagios aus einem Klavier­konzert von Brahms „meditieren“, dann erfüllt den Konzert­saal fast so etwas wie eine sakrale Weihe. …

… Förmlich von einem Rausch erfasst fühlte man sich beim letzten Programm­stück, der interpreta­torischen Nach­schöpfung des Quintetts für Klavier und Streich­quartett in Es-dur, op.44 von Schumann… Pianist und Streicher motivierten sich gegen­seitig hoch­virtuos zu geradezu ekstatischem Feuer, welches den gestalterischen Willen des Komponisten wie eine Erleuch­tung auf die Zuhörer übertrug. …

… Der Groß­meister des deutschen Liedes als Sprach­gestalter von gleicher Intensität! Allein diese „Melodramen“ von Schumann wäre den Besuch der zündenden Auftakt­veranstaltung der Brahmstage wert gewesen. Jubelnder Beifall! “

Alfred Leclaire | Münchner Merkur, 15.10.2001 (*)

CD: Paul HINDEMITH (1895-1963) Der Dämon (1922), Kammermusik No. 2 Op. 36 No. 1 for small orchestra (1924), Herodiade (1944), Kammermusik No. 1 Op. 24 No. 1 for 12 Solo Instruments (1921)

Florian Henschel (piano), Gisela Zoch-Westphal (recitation), Ensemble Varianti/Dietrich Fischer-Dieskau
rec. live, Schloss Schwetzingen, Rokokotheater, Germany, 18 May 1995. HÄNSSLER CLASSIC

„… These four works all have a significant role for the piano and here Florian Henschel is on top form, especially when you take into account that he was a late replacement for Sviatoslav Richter. His playing is strong and impas­sioned and he seems to make light of some fiendish sounding piano writing. As mentioned above, the Ensemble Varianti are excellent and really bring out the different colours in the music. (…)

Whilst I knew that Dietrich Fischer-Dieskau also liked to dabble in conducting, especially towards the end of his singing career, this is the first disc I have of him in this role. He manages to keep a tight control on his forces whilst not losing any excitement from the music. First rate performances. …“

Stuart Silitoe | MusicWeb International July 2016 (*)

Konzert mit Dietrich Fischer-Dieskau und dem Ensemble VARIANTI in der Stuttgarter Liederhalle 1995:

Hommage à Hindemith

„… Fischer-Dieskau dirigiert locker vom Hocker – und das Ensemble Varianti, bestens aufgelegt, hat daran ebenso seinen Spaß wie Florian Henschel, der tonan­gebende Pianist. (…)

Stark dagegen, nicht zuletzt dank Florian Henschel, die Kammermusik Nr.2 für obligates Klavier und zwölf Solo-Instrumente. Hier hört man Hindemith pur – und bewundert die instrumentale Könner­schaft des geehrten Komponisten.“

Hartmut Regitz | Stuttgarter Nachrichten, 04.11.1995 (*)

Robert Schumann: „Concert pour piano seul, Fantasiestücke“ (Ars Musici):

„Tatsächlich, eine Schumann-Ersteinspielung: Ursprünglich war die 3. Klaviersonate ein stolzes „Konzert für Piano solo“; diese fünfsätzige Erstfassung stellt Florian Henschel, 36, hier gekonnt vor. Auf einem Bösendorfer-Flügel bringt er das Zeitkolorit der Musik authentisch zum Klingen.“

Johannes Saltzwedel | KulturSPIEGEL 12/2006, Seite 60 (*) (**)

CD: Robert Schumann – Sonate f-moll op.14 – Urfassung nach dem Autograph von 1836, Florian Henschel, Piano (Ars Musici)

ÖSTERREICHISCHE PIANISTEN – Eine Nach- und Vorlese

„… So fällt es nicht schwer, bei dieser Gelegenheit einen jungen deutschen Kollegen empfehlend zu nennen: Florian Henschel! Seine Einspielung der Schumann’schen f-moll-Sonate op.14 und der Fantasiestücke op.12 erfüllt alle Ansprüche an ein drängendes, kontrolliertes, in der Detaildefinition eigenwilliges Klavierspiel.“

Peter Cossé | Österreichische MUSIKZEITschrift, Ausgabe 5/2004, Seite 95 (*)

Konzert mit dem Henschel-Quartett in München/Bürgerhaus Pullach 2002:

Überwältigende Intensität

„… Ein Spiel, das Widerspruch heraus­fordern mag, aber dessen Besessenheit überwältigt.“

Manfred Stanka | Münchner Merkur, 07.05.2002 (*)

CD Robert Schumann: „Märchenerzählungen“, Florian Henschel (Klavier), Dirk Altmann, (Klarinette, Bassetthorn), Gunter Teuffel (Viola), Rudolf König (Bassetthorn), Hänssler Classic 2004

„Mit sensibler, ja geradezu seismogra­phischer Musikalität ergründen der Klarinettist Dirk Altmann und Florian Henschel am Klavier die späte Kammer­musik Robert Schumanns. Sie treffen den Sehnsuchts­ton dieser poetischen Miniaturen, sie wissen die Atmosphäre von Weltflucht und Nostalgie einzu­fangen, die labilen Stimmungen, die unmerklich, unbegreiflich aus der schönsten Behag­lichkeit in die abgrund­tiefe Traurigkeit umschlagen. …“

Wolfgang Stähr | Klassik Heute, 02.07.2004 (*)

CD Charles Koechlin: „Works for Clarinet“, Dirk Altmann, (Klarinette), Florian Henschel (Klavier), Sibylle Mahni-Haas (Horn), Gunter Teuffel (Viola), Johanna Busch (Violoncello), Rudolf König (Klarinette), Hänssler Classic 2004

„… Dirk Altmann, Solo-Klarinettist des RSO Stuttgart, durchschreitet Leben und Werk Koechlins nach der Chronologie, angefangen mit den beiden Sonaten für Klarinette und Klavier von 1923, die er wunderbar entrückt, beinahe traum­wandlerisch zu musizieren weiß, um gleichwohl zum reiz­vollen Kontrast auch die nötige Zwanziger-Jahre-Wildheit freizu­setzen. In der paradoxen Mischung aus „clarté“ und Geheimnis trifft sich seine unsenti­mentale Ausdrucks­kunst mit dem unerhört präzisen, fein und klug abgestuften Vortrag des Pianisten Florian Henschel. …“

Wolfgang Stähr | Klassik Heute, 18.04.2005 (*)

Liederabend mit Simone Nold, Ute Döring, Christian Elsner und Dietrich Henschel bei der Schubertiade Feldkirch 1994:

Liederabend voll Atmosphäre

„… Florian [Henschel] erweist sich nicht nur in diesem dramatischen Werk, sondern insgesamt als fein­sinniger, sensibler Partner und idealer Lied­begleiter, der dem Sänger den Boden bereitet und dabei doch eigene Aussagen bringt…“

Katharina von Glasenapp | NEUE Vorarlberger Tageszeitung, 17.05.1994 (*)

Liederabend mit Simone Nold, Stella Doufexis, Christian Voigt und Roman Trekel bei der Schubertiade Feldkirch 1998:

Schubertiade als Fest des Frühlings

„… Mit großer Individualität formte Florian Henschel die musikalische Charakteristik des Klavierparts aus.“

Silvia Thurner | Vorarlberger Nachrichten, 16./17.05.1998 (*)

Melodramkonzert mit Dietrich Fischer-Dieskau in München/Bürgerhaus Pullach 1999:

Rezitator und Sänger in einer Person

„… Kurz gesagt, es ist ein Sänger, der hier erzählt und der genau auf der Gesangs­linie mit dem Pianisten wandelt. Mit Florian Henschel wertet er die nicht sonderlich inspirierte Stimmungs­malerei, deren Klang­farben aber beeindrucken, auf. Zumal Henschel eine jederzeit stimmige Balance von Ausdruck und Deklamatorik findet: Unter seinen kundigen Händen schlägt nahtlos idyllischer Gefühls­kitsch in eine geradezu verbohrte Rhetorik um. …“

Manfred Stanka | Münchner Merkur, 22.10.1999 (*)

Liederabend mit Diana Damrau in der Siegerlandhalle 2001:

Vielfältige gesangliche Ausdrucksmittel

„… die musikalische Vielfalt des Lieder­abends, der live vom WDR übertragen wurde, sorgte für reichlich Abwechslung und ließ zu keinem Zeit­punkt Langeweile aufkommen. Mit dem glänzend aufgelegten Florian Henschel stand der Sopranistin ein aufmerksamer Klavier­begleiter zur Seite, der sich – etwa in puncto Agogik – einfühlsam an den gesang­lichen Inter­pretationen orientierte. …“

Alexander W. Weiß | Siegener Zeitung, 31.05.2001 (*)

Liederabend mit Diana Damrau im Aschaffenburger Theater 2002:

Internationales Flair

„… Der Pianist Florian Henschel agierte als Souverän. In kongenialer Überein­stimmung mit Diana Damrau, unauf­dringlich und einfühlsam, und doch autonom, wie es der Part verlangte, entlockte er dem Flügel feinsinnig eine Fülle an Klang­farben.“

Christiane Franke | Main-Echo, 06.02.2002 (*)

Liederabend mit Christian Elsner in der Nürnberger Meistersingerhalle 2004:

Unerreichter Meister

„… Einen wichtigen Teil ihrer Faszi­nation bezog die Inter­pretation aus Florian Henschels stets auf drama­tische Wirkung bedachte, bis an die Grenze der Spannung die Möglichkeiten des Rubato nutzenden Spiels. Markantes Stakkato, doch auch licht­durchflutete Effekte wie beim „Frühlingsmorgen“ („Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit“), muntere Terz­sprünge im „Lob des hohen Verstandes“ (Des Knaben Wunderhorn“) und eine nicht selten unruhig den Rhythmus treibende linke Hand machten die innere Zerrissen­heit wie den Farben­reichtum von Mahlers Musik spürbar. …“

Thomas Heinold | Nürnberger Zeitung, 06.02.2004 (*)

Konzert mit Ingolf Turban, Violine, Zoltan Cseh, Violoncello und Dietrich Fischer-Dieskau (Lesung) bei den Tutzinger Brahmstagen 2008:

Die ganze Kraft der späten Jahre

„…Reich in den Gefühls­nuancen und zarten Farbtönungen vorgetragen bereitete Henschel ein melancholisch getrübtes Szenario… Das Klaviertrio c-moll op.101 von 1886 strotzt noch vor vitaler Kraft, wenn auch mit aufwühlenden Stimmungs­wechseln immer wieder getrübt. Das Ensemble tarierte dabei eine überaus klang­sinnliche Balance aus, die trotz der dialogischen Gegen­über­stellung von Streichern und Klavier eine kompakte Einheit ermöglichte. … Ein ereignis­reicher Abend und lang­anhaltender Applaus für die renommierten Protagonisten.“

Reinhard Palmer | Süddeutsche Zeitung, 18.11.2008 (*)

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